Ein Einblick in meine Motivation

Mir wurde relativ früh im Studium klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Was gibt es Schöneres, als gemeinsam etwas besser zu machen? 


die Welt der Verbesserungen

Erste Erfahrungen mit TPM und Lean
Erste Erfahrungen mit TPM und Lean

die ersten Berührungspunkte zum Thema TPM* und Lean sammelte ich während meines Auslandspraktikums in Schottland. Ich war in einem Stahlunternehmen in der Produktion tätig- ein "schmutziges" Geschäft und eine absolute Männerdomäne. Meine Aufgabe bestand darin Prozesse aufzunehmen und 5S** in der Produktion einzuführen. Zum Glück wurde hierbei ein Berater beauftragt, der dem Umsetzungsteam - und somit auch mir - sowohl theoretischen Input, als auch Unterstützung bei der praktischen Umsetzung gab. Ich war begeistert, es zeichnete sich ab, dass erhebliches Potential durch unwesentliche Investitionen zu heben war. Allerdings erkannte ich auch schnell, dass die Umsetzung mit den Mitarbeitern die größte Herausforderung war.

 

Bei weiteren Stationen erlebte ich ebenfalls ähnliche Umsetzungsschwierigkeiten. Bei einem Automobilhersteller habe ich Verbesserungs-Workshops zunächst begleitet und dann selbst durchgeführt. So sinnhaft mir die Methoden auch erschienen und so gut der Workshop auch war: Der Erfolg hing letztlich von der Führungskraft ab. WIe verhält sich die Führungskraft vor, während und nach dem Workshop, welche "Touchpoints" hat diese in der täglichen Routine mit den Mitarbeitern, um die Veränderungen voranzutreiben und nachhaltig zu festigen? Wie agiert die Führungskraft mit den Mitarbeitern? Der menschliche Faktor spielt eine entscheidende Rolle in Veränderungsprozessen. Hier setze ich mit meiner Arbeit an und unterstütze die Menschen, die echte Veränderungen anstreben und diese nachhaltig Umzusetzen wollen.


Praktische Umsetzung

Umsetzung als Prozessbegleiter
Umsetzung als Prozessbegleiter

Die Umsetzungs- & Macher - Rolle: Als Prozessbegleiterin für die TPM Umsetzung war ich für den Pilotbereich eines Werkes zuständig. Eine echte Sandwichposition zwischen internen Beratern, dem Managementteam und den Mitarbeitern. Eine unglaublich kräftezehrende und lehrreiche Zeit!

was habe ich dabei gelernt?

1.) Politisches Machtgerangel verzögert die Umsetzung und ist auch nach außen hin sichtbar. Dies lässt die Mitarbeiter an der Glaubwürdigkeit zweifeln: warum sollten Sie Ihnen mit voller Begeisterung folgen? 

2.) Entscheidungen sollten immer auf der kleinstmöglichen Ebene gefällt werden. unterschätzen SIe nie ihre Mitarbeiter, nutzen SIe ihr Potential, befähigen und unterstützen Sie sie. 

3.) Vor dem Audit ist nach dem Audit. Erfolgsmessungen sind wichtig, aber das Wie ist entscheidend. Ich kenne unzählige Assessments mit komplexen Tools und schier unendlichen Fragen über Systeme, die Frage nach den Resultaten kann ich an einer Hand abzählen. Führungskräfte Sind mehr damit beschäftigt die Inhalte zu verstehen und den Mitarbeitern nahe zu bringen - da geht schon mal unter warum wir das eigentlich machen. Die Praxiserfahrung hat mich gelehrt, dass der Schlüssel in der Kombination von Methoden und letztlich in der EInfachheit liegt. Klare Botschaften senden: Ist es nicht gut zu wissen wohin uns die nächste Etappe führen soll und welche Schritte wir dafür gehen müssen? Schritt für Schritt, gemeinsam und konsequent. 


Management: Gestalten/ Führen mit Sinn

Entscheider im Management
Entscheider im Management

die Entscheider-Rolle lernte ich im Managementteam eines Produktionswerkes kennen.  

neben der Entwicklung und dem Aufbau des Produktionssystems lag der Schwerpunkt auf der emotionalen Mitarbeiterbindung. Hier lernte ich den Gallup Engagement Index live kennen und begleitete die Entwicklung der Teams unterschiedlicher Abteilungen mehrere Jahre. 

notwendige Organisationsveränderungen, um produktive Prozesse zu ermöglichen// Basis.

 

Zusammenarbeit mit unterschiedlichen externen Beratern, Trainern und Coaches- große Unterschiede hinsichtlich der Ergebnisse. Wann und wie die zusammenarbeit

 

 Faszination für unterschiedliche Führung und 

 

Ich wollte dies verstehen und habe dann 2017 berufsbegleitend meine Ausbildung zum Systemischen Business Coach begonnen. Eine sehr intensive Zeit, an die ich sehr gerne zurückdenke. Hier habe ich mich selbst noch besser kennengelernt und einfache Tools kennengelernt ... 

 

 

Ich selbst bin sehr intrinsisch motiviert, durch unterschiedliche Vorgesetzte habe ich selbst erlebt wie stark sich deren Führungsqualitäten auf meine Motivation und Freude an der Arbeit auswirkten. Fachkräftemangel? Sicherlich ein bedeutendes Thema. Qualifizierte Mitarbeiter lassen sich nur durch qualifizierte Führungskräften halten und entwickeln. Durch ein begleitendes Coaching unterstütze ich die Führungskräfte,. Denn das Handeln einer Führungskraft wirkt sich auf viele Menschen aus., die das wiederum Potenzieren. Eine oft unterschätzte Kettenreaktion: Es ist kein lineares System., im systemischen Business Coaching sprechen wir daher von einem vernetzten System. 


Durch meine praktische Erfahrung bin ich mit unterschiedlichen Positionen im Unternehmen vertraut: Die Sicht der Mitarbeiter und die der Geschäftsführung. Ich kenne sowohl die Unternehmens- als auch die Beratungsseite und weiß daher genau worauf es bei einer erfolgreichen Umsetzung ankommt. 


* TPM: Im Original steht die Abkürzung für Total Productive Maintenance., ein Proramm zur Reduzierung von Anlagenausfällen. Heutzutage ist hierunter ein umfassendes Produktionssystem zu verstehen, bei dem mit kontinuierlicher Verbesserung Verschwendung im gesamten Unternehmen attackiert werden. daher übersetze ich es mit Total Productive Management.

** 5S: Der Ursprung dieser Methode findet sich in dem japanischen Toyota Produktionssystem. Mit dieser strukturierten Vorgehensweise wird in fünf Schritten der Arbeitsbereich optimal gestaltet. 1.) Seiri (Sortieren), 2.) Seiton (Systematisieren), 3.) Seiso (Sauber machen), 4.) Seiketsu (Standardisierung), 5.) Shitsuke (Selbstdisziplin). durch die Konzentration auf Wertschöpfende Tätigkeiten werden Prozesse effizient.